Tarif- und Besoldungsrunde öffentlicher Dienst Bund und Kommunen 2020

Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst gehen in die dritte …

Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst gehen in die dritte Runde

Um die Kolleginnen und Kollegen bestmöglich zu schützen, zeigen sie auf großflächigen Bannern ihr Gesicht und bilden ein Spalier für die Verhandlungsspitzen, die seit dem 22. Oktober in Potsdam um eine Tarifeinigung für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen ringen. Für alle Beteiligten ist die Gesundheit oberstes Gebot, Abstands- und Hygieneregeln werden eingehalten und die physische Anwesenheit ist auf ein Minimum an Personen reduziert. So ist erstmals auch die Bundestarifkommission nicht vor Ort, sondern wird regelmäßig per Video zu den Beratungen dazu geschaltet.

Während des ersten Verhandlungstages gab es noch keinen Durchbruch oder signifikanten Fortschritt. So werden die Gespräche am 23. Oktober „open end“ fortgesetzt. Der ver.di-Vorsitzende hatte zum Auftakt der dritten Verhandlungsrunde deutlich gemacht, wie weit die Tarifparteien noch auseinanderliegen. Hauptknackpunkte sind die Laufzeit, die Höhe der Entgeltsteigerungen und des Mindestbetrags, aber auch grundsätzliche Fragen der Eingruppierung und Themen wie die Sparkassensonderzulage und auch die Situation in den Pflegeberufen.

Vor der dritten Verhandlungsrunde hatten bundesweit mehr als 150.000 Beschäftigte mit Warnstreiks Druck gemacht für ein Verhandlungsergebnis, das der Systemrelevanz des öffentlichen Dienstes gerecht wird.

Potsdam Kay Herschelmann 3. Verhandlungsrunde Potsdam