Tarif- und Besoldungsrunde 2021 für die Beschäftigten der Länder

Mit bundesweiten Streiks auf die Zielgerade

Mit bundesweiten Streiks auf die Zielgerade

26.11.2021 – „The Länd“ will „The Cäsh“ sehen - Baden-Württemberg steht heute im Zentrum der Streiks auf der Zielgeraden zur dritten und vorerst letzten Verhandlungsrunde am kommenden Samstag (27. November) für die rund eine Million Tarifbeschäftigten der Länder: Kolleg*innen, die für den Zoo oder das Staatstheater „schaffen“, für die Feuerwehr und die Universität, vor allem aber Kolleg*innen aus den Zentren für Psychiatrie beteiligten sich an Aktionen von Mannheim bis zum Schwarzwald. Und auch im Rest der Republik geht’s wieder rund! In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen werden die Streiks an Unikliniken und in der Justizverwaltung fortgesetzt. Schon in den vergangenen Tagen waren jeweils Zehntausende im Streik, um den Druck auf die in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) organisierten Landesregierungen zu erhöhen.

"In den Kliniken ist die Lage dramatisch. Wir nehmen die Ministerpräsidentenkonferenz daher beim Wort: Eine Aufwertung im Gesundheitswesen duldet keinen Aufschub mehr!“

Frank Werneke, ver.di-Vorsitzender

Der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke kritisierte den TdL-Kurs vor dem Finanzministerium in Stuttgart scharf: „Die Finanzminister der Länder leben teilweise in einer Welt alternativer Fakten: Sie wischen Corona als temporäre Belastung vom Tisch und negieren gleichzeitig die jüngste Steuerschätzung, die ihnen satte Mehreinnahmen prognostiziert. In den Kliniken ist die Lage dramatisch. Wir nehmen die Ministerpräsidentenkonferenz daher beim Wort: Eine Aufwertung im Gesundheitswesen duldet keinen Aufschub mehr!“

Die Empörung der Beschäftigten über das Verhalten der Arbeitgeber in den Ländertarifverhandlungen wachse von Tag zu Tag. Werneke stellte daher klar: „Wir fordern die Länder auf, ihre Verweigerungshaltung in den Verhandlungen aufzugeben, in der dritten und entscheidenden Runde allen Beschäftigten entgegenzukommen und vor allem den besonderen Belastungen im Gesundheitswesen Rechnung zu tragen. Ohne ein spürbares Entgegenkommen dort ist eine Einigung nicht denkbar.“

Engagiert, aktiv und wütend über die mangelnde Wertschätzung der Länder-Arbeitgeber: So werden die ver.di-Verhandler*innen die TdL-Vertreter morgen (27. November) in Potsdam in Empfang nehmen und den Kampf um mehr Geld und bessere Bedingungen am Verhandlungstisch fortsetzen: Wir halten Euch auf dem Laufenden!

Beschäftigte vom Uniklinikum in Essen am 25. November Anne Neier Beschäftigte vom Uniklinikum in Essen am 25. November

Streik am 25.11 in Berlin

Streik am 25.11 in Düsseldorf

Streik am 24.11 in Hamburg