Tarif- und Besoldungsrunde 2021 mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder

FAQ Beamt*innen

FAQ Beamt*innen

  • Was bedeutet die Tarifeinigung für die Beamt*innen?

    Für ver.di ist die Tarif- und Besoldungsrunde erst beendet, wenn der Tarifabschluss zeit- und wirkungsgleich auch auf die Besoldung der Bundesbeamt*innen übertragen ist. Es ist von daher zu begrüßen, dass Bundesinnenminister Seehofer ver.di noch am Verhandlungsort die Übertragung zugesagt hat. Wie die prozentualen Tariferhöhungen zum 1. April 2021 und zum 1. April 2022 und insbesondere der Mindestbetrag auf die Beamt*innenbesoldung übertragen wird, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt. ver.di wird darüber wachen, dass es hier keine Abstriche gegenüber dem Tarifergebnis gibt. Ein Gesetzesentwurf zur zeit- und wirkungsgleichen Übertragung der Corona-Sonderprämie liegt bereits vor.

  • Wie verhält es sich mit der Angleichung der Wochenarbeitszeit der Bundesbeamt*innen?

    Hinsichtlich der ver.di-Forderung nach einer Angleichung der Wochenarbeitszeit der Bundesbeamt*innen an die tarifliche Arbeitszeit konnte bislang noch keine Einigung erzielt werden. ver.di wird bei diesem für die Bundesbeamt*innen besonders wichtigen Thema nicht lockerlassen und sich in den nächsten Tagen gegenüber dem Bundesinnenminister noch einmal nachdrücklich für eine Umsetzung der Forderung einsetzen. Für uns gilt nach wie vor: „Zeitumstellung jetzt!“

  • Erhalten auch Beamt*innen die Corona-Sonderzahlung?

    Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat möchte die u. a. für die Tarifbeschäftigten des Bundes vereinbarte Corona-Sonderzahlung auch den Beamt*innen des Bundes zukommen lassen. Der entsprechende Gesetzentwurf sieht für die die Besoldungsgruppen A 3 bis A 8 eine Sonderzahlung von 600 Euro, für die Besoldungsgruppen A 9 bis A 12 von 400 Euro und für die Besoldungsgruppen A 13 bis A 15 von 300 Euro vor.

    ver.di begrüßt dies ausdrücklich. Zugleich fordern wir jedoch eine Nachbesserung. Beamt*innen in A 9 mittlerer Dienst sowie A 13 gehobener Dienst müssen wie die Kolleg*innen ihrer Laufbahngruppe behandelt werden.

  • Kommen auch Pensionär*innen in den Genuss der linearen Entgelterhöhungen und der Einmalzahlung?

    Pensionär*innen kommen höchstens indirekt in den Genuss einer Einmalzahlung. Da die Pensionen aus den Besoldungen errechnet werden, schlägt sich eine Besoldungserhöhung mittelbar bei den Pensionen nieder. Derzeit ist noch offen, wie das Tarifergebnis wirkungsgleich auf den Beamt*innenbereich übertragen wird. Es ist damit zu rechnen, dass der Mindestbetrag von 50 Euro in eine lineare Erhöhung der Besoldung und damit auch der Pensionen eingerechnet wird.

  • Hat die Einigung mit Hinblick auf die Attraktivität des Öffentlichen Dienstes Auswirkungen auf die Beamt*innen?

    ver.di setzt sich stets für Regelungen ein, die die Attraktivität einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst für die Beschäftigten erhöhen. Im Tarifabschluss konnten dank ver.di u.a. spürbare Entgelterhöhungen vereinbart werden.
    Darüber hinaus enthält die Einigung ausschließlich für den Bereich der kommunal Beschäftigten alternative Entgelt-Anreizsysteme zur Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Dienstes. Bundesbeamt*innen sind hiervon nicht betroffen.