Tarif- und Besoldungsrunde 2021 für die Beschäftigten der Länder

TVöD, TV-L, TV-H. Was ist was?

TVöD, TV-L, TV-H. Was ist was?

Als Gewerkschaft stehen wir immer gemeinsam für gute Arbeits- und Lebensbedingungen ein – so auch im öffentlichen Dienst. Die Tarifgemeinschaft auf Seiten der Arbeitgeber wurde jedoch 2006 aufgelöst. Seitdem existieren im öffentlichen Dienst zwei unterschiedliche Tarifverträge und die Tarifverhandlungen finden getrennt voneinander statt.

Für die Tarifbeschäftigten im Bereich des Bundes und der Kommunen gilt der „Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst“, kurz TVöD. Hinzu kommen für die kommunalen Versorgungsunternehmen der TV-V und für die kommunalen Nahverkehrsunternehmen die jeweiligen landesweiten TV-N. Für sie haben wir im Oktober 2020 unter anderem eine Erhöhung der Tabellenentgelte um bis zu 4,5 Prozent sowie eine nach Entgeltgruppen gestaffelte Corona-Sonderzahlung von bis zu 600 Euro erzielt.

Die Arbeitsbedingungen der Tarifbeschäftigten der Länder sind hingegen im „Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder“ (TV-L) und in Hessen im TV-H geregelt. Ab dem 1. Oktober 2021 kann wieder über den TV-L bzw. über einzelne Regelungen dieses Tarifvertrages verhandelt werden. Als erster Verhandlungstermin wurde der 8. Oktober 2021 verabredet.

Da ver.di auch immer die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Ergebnisses auf die Beamt*innen fordert, ist die anstehende Tarif- und Besoldungsrunde auch Maßstab für die Besoldung der Beamt*innen in den Ländern und den Kommunen.