Tarif- und Besoldungsrunde öffentlicher Dienst Bund und Kommunen 2020

FAQ Regelungen für Flughäfen

FAQ Regelungen für Flughäfen

  • Erhalten auch die Beschäftigten an den Flughäfen die Erhöhung und die Corona-Sonderzahlung 2020?

    Natürlich gelten auch für die Beschäftigten an den Flughäfen die allgemeinen Erhöhungen und Regelungen, die für den TVöD vereinbart worden sind.
    Allerdings haben die Arbeitgeber ver.di aufgefordert, einen Notlagentarifvertrag zu vereinbaren. Die Begründung dafür sind die starken Rückgänge im Personenflugverkehr: Die Passagierzahlen für 2020 waren für Januar bis August um knapp 70 % unter den Zahlen vom Vorjahr, dabei waren Januar und Februar fast normale Monate!
    ver.di hat sich bereit erklärt, aufgrund dieser Situation Verhandlungen aufzunehmen. Die Bedingungen dafür sind der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen beim zeitlich befristeten Verzicht auf Entgelterhöhungen. An vielen Flughäfen gibt es erhebliche Befürchtungen von Kollegen, dass vom Arbeitgeber gekündigt werden soll. Deshalb ist natürlich ein Kündigungsverbot eine echte Besserstellung, wenn es ver.di gelingt, dies zu vereinbaren. Darüber soll Anfang November weiterverhandelt werden.

  • Wie ist die Situation an den Flughäfen? Was kommt dort an?

    Sofern sich ver.di und die VKA nicht auf einen Notlagentarifvertrag verständigen, kommen die vereinbarten Entgelterhöhungen und die Corona-Sonderzahlung 2020 bei den Beschäftigten an. Wenn es einen Notlagentarifvertrag gibt, könnte dies anders sein. Dann sind allerdings auch Kündigungen durch den Arbeitgeber aus betriebsbedingten Gründen ausgeschlossen. An vielen Flughäfen gibt es erhebliche Befürchtungen von Kollegen und Kolleginnen, dass vom Arbeitgeber gekündigt werden soll. Deshalb ist natürlich ein Kündigungsverbot eine echte Besserstellung, wenn es ver.di gelingt, dies zu vereinbaren. Dann ist der Arbeitsplatz für ver.di-Mitglieder gesichert.

  • Warum schon wieder ein Notlagentarifvertrag für Flughäfen?

    Viele Beschäftigte erinnern sich bei einem Notlagentarifvertrag an den Flughäfen an den Rahmentarifvertrag aus dem Jahre 1998 zurück. Er wurde unter anderen Vorzeichen abgeschlossen. Mit ihm wurde beabsichtigt, auf die erzwungene Marktöffnung durch die EU zu reagieren.
    Einen solchen Tarifvertrag werden wir nicht wieder abschließen.
    Nach den Tarifverhandlungen vom Wochenende ist unsere Ausgangsposition deutlich besser: Die Tariferhöhungen und auch die Corona-Sonderzahlung 2020 sind zu zahlen – außer es gibt einen Notlagentarifvertrag, der betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. Und in den bisherigen vier Verhandlungsrunden mit den Arbeitgebern hat ver.di deutlich gemacht: Wenn es Einkommensverluste gibt, muss der Arbeitgeber dafür auf Kündigungen verzichten. Und beides gilt nur zeitlich zusammen.

  • Kann es neben einem Notlagentarifvertrag noch landesbezirkliche Regelungen geben?

    Nein! Außerhalb dieses Notlagentarifvertrages wird es keine landesbezirklichen Regelungen geben. Das ist mit dem Einigungspapier (Ziffer 10) ausgeschlossen.